Freitag, 13. juni 2008

Der Aufenthalt in der Reha-Klinik hat meinem Laptop nicht gut getan.  Am Freitag dem 13ten wurde mir mitgeteilt, dass ich ich das Beerdigungsinstitut konsultieren soll. Herzversagen. Traurige Angelegenheit. Hier in Australien kann ich naemlich kein Laptop mit einer deutschen Tastatur bekommen und werde einen aus Deutschland bestellen muessen. Auf alle Packete mit einem Wert von ueber 1000$ wird 10% Steuer erhoben. Das kann teuer werden. Ich frage mich nur: wenn die Kiste sowieso vor hatte, zu versagen, warum tat sie es nicht, als ich noch in Deutschland war? Da haette ich ganz einfach einen neuen gekauft. Musste es diese letzen 3 Monate ueberleben, um diesen Aufwand zu verursachen?!

Am Freitag hatte ich auch meine letzte Pruefung. Da ich nicht viel gelernt hatte, wachte ich am Freitag um 6 Uhr auf, um das nachzuholen. Um 8.30 Uhr habe ich es aufgegeben und alles wichtige auf ein Blatt ausgedruckt und in meine Hose gesteckt. Um 10.00 Uhr bin ich in den Pruefungssaal und habe mir einen Sichtungs-sicheren Platz gesucht. Um 10.15Uhr kam die Aufsicht rein. 5 Lehrkraefte auf 10 Prueflingen! Und einer von ihnen war so nett sich direkt neben mich zu setzen. Das war`s dann mit einem schoenen Spiker. Um 11.05Uhr war ich mit der Puefung durch. Ganz ohne Mogeln konnte ich alle Fragen beantworten. Fruehmorgens zu Lernen scheint ganz gut zu sein! Jetzt muss ich die Note abwarten  :)  


Kommentar hinzufügen Kommentare (0)   
Dienstag, 10. juni 2008

:(

Der Grund, weshalb ich nichts schreibe: mein Laptop hat den Geist aufgegeben.  Habe es mit einer Herzmassage versucht und bin selbst vor einer Mund-zu-Mund Beatmung nicht zurueck geschreckt. Er weigert sich aber anzugehen. Freitag bring ich ihn zum Roentgen.  Vielleicht ist es nur ein einfacher Kabeldefekt. Ich rechne aber mit schlimmerem....

Kommentar hinzufügen Kommentare (0)   
Sonntag, 8. juni 2008

Vom 4ten bis zum 8ten Juni fand ich Sydney ein Tango-Festival statt, zu dem Tangolehrer aus Argentinien eingeladen wurden (http://www.ausinternationaltangofest.com/). Die ganze Woche ueber wurden Workshops angeboten und jeden Abend fand eine Milonga (Tango-Tanzveranstaltung) statt. Auf diesen Milongas waren die Maennlichen Tanzlehrer heiss begehrt. Jede Frau moechte von ihnen aufgefordert werden und tut recht viel, um aufzufallen. Ist so ein dummes Prestige Ding, denn Maenner fordern Frauen nach 3 Kategorien auf:
1. Sie ist eine gute Taenzerin
2. Sie sieht gut aus oder
3. sie ist eine Freundin
Wird man von einem Tangolehrer aufgefordert, kann man also sich was einbilden.

Auf der ersten Milonga habe ich mich recht gelangweilt, da die Musik nicht so toll war. Also habe ich mir mit Freunden eine Flasche Wein geteilt, und wer mich kennt weiss, dass ich schon vom Halten einer Weinflasche betrunken bin. Da meine Freunde die Lehrer teilweise kannten, haben sich die Tanzlehrer zu uns gesellt. War alles ganz entspannt, bin ich von einem der Lehrer aufgefordert wurde. Mir meiner angeschwipsten Lage bewusst, meinte ich, dass ich nicht tanzen will. Dat konnte nun keiner verstehen. Wer lehnt denn schon einen der begehrten Taenzer ab? Hat der arme Mann auch nicht verstanden. Ich musste also zugeben, dass ich Tipsy bin, was nicht als Entschuldigung galt. Also bin ich auf die Tanzflaeche. War erstaunlicher weise gut, was dazu fuehrte, dass ich auch an den folgenden Abenden mit einem Lehrer getanzt habe. Seitdem habe ich mir die Sydney Tango Szene zum Feind gemacht. Die Frauen sind neidisch, weil sie nicht aufgefordert wurden, die Maenner moegen es nicht, dass ich nun mit deutlich besseren Taenzern getanzt habe. Verwirrende Gedankenwelt. Habe mir schon diverse Sprueche anhoeren muessen, wie: Would you care for a dance or do you now only dance with the Macana Brothers? Nichts desto trotz: ich hatte eine super schaene Woche, mit viel Tanz, Wein, Gelaechter und habe neue Freunde gefunden. Das mit dem Neid kann ich auf mich nehmen.
Nun das beste: am Abend vor deren Abflug wurde ich auf eine private Party im Hotel eingeladen. Als ich dann ungesehen aus dem Hotel schleichen wollte, wurde ich am Eingang vom Tango-kommittee, das die Lehrer zum Flughafen bringen sollte, gesichtet. Bin nun gespannt, was ich von mir hoeren werde.


Kommentar hinzufügen Kommentare (1)   
Donnerstag, 5. juni 2008

Was mir an der Uni hier besonders gut gefällt, ist die Tatsache, dass Abschlüsse gefeiert werden. So richtig mit Rede, Zeugnis aushändigen, Gruppenfoto etc. So sieht es dann aus:














Zugegeben: Die Schuhe passen nicht und was das Kuscheltier soll, versteh ich auch nicht.

Faszinierend finde ich aber, dass die Eltern extra aus dem Auslass angeflogen kommen, um mit ihren Kindern zu feiern. Die meisten können sich das leisten, denn wer seinem Kind ein Auslandsstudium finanzieren kann, der kann sich auch einen Flug leisten.

Irgendwie macht mich das neidisch. Bisher habe ich 3 Abschlüsse erhalten und keines der Abschlüsse wurde auf diese Weise gefeiert.
Zu meinem Realschulabschluss sind meine Schwester und meine Mutter gekommen. Vater musste arbeiten. Um das wieder auszugleichen, ist er zu meiner Abizeugnisausgabe gekommen. Dummerweise wurden die Zeugnisse der anderen Leistungskurse vor meinem Leistungskurs ausgehändigt, was dazu führte, dass sich mein Vater recht schnell gelangweilt hat. Dann meinte er zu mir: "Du, ich muss noch was erledigen. Bei dir wird es ja auch so aussehen. Man ruft dich auf, du gehst hin und kriegst das Ding. Ich gehe jetzt los, denn ich habe wirklich keine Zeit." Auf halbem Wege ist er aber zurück gekommen und hinzuzufügen: "Ach ja, sag deiner Mutter nichts". Da saß ich also mit Schwester und Schwager aber Elternlos, als mein Leistungskurs aufgerufen wurde. Zum Abiball am Abend sind sie auch nicht gekommen. Da hieß es, sie hätten ja schon bei meiner Schwester gesehen, wie das so ist und fänden es langweilig. Also bin ich mit Schwester und Schwager hin und habe mir die Kante gegeben.
2006 habe ich meinen B.A. Abschluss erhalten. War aber schon konditioniert und habe meine Eltern gar nicht mehr gefragt, ob sie denn zur Zeugnisausgabe kommen wollen... Irgendwann reicht es dann aber auch.

Nun will ich aber keinen falschen Eindruck erwecken. Es ist nicht so, dass sie sich nicht freuen, nur das Feiern ist nicht ganz ihr Ding. Dafür bekomme ich immer dufte Geschenke. Meistens Schmuck, was dazu führt, dass ich gar nicht mehr weiß, welches Stück ich zu welchem Anlass bekommen habe.


Kommentar hinzufügen Kommentare (0)   
Mittwoch, 4. juni 2008

  smilie_geb_087.gif     smilie_geb_087.gif   smilie_geb_087.gif         smilie_geb_073.gif  smilie_geb_087.gif    smilie_geb_087.gif  smilie_geb_087.gif 

                 
ململن تولدت تبریک 
        

      smilie_geb_087.gif  smilie_geb_087.gif  smilie_geb_087.gif    smilie_geb_073.gif   smilie_geb_087.gif    smilie_geb_087.gif   smilie_geb_087.gif  


Kommentar hinzufügen Kommentare (4)   
Montag, 2. juni 2008
Habe mich im Internet zum "professionellen" Persönlichkeitstest überreden lassen. Kostenfrei. Das Ergebnis hätte ich ahnen können: ich bin arbeitsam und logisch, dafür aber emotional blockiert. Hat man mir schon gesagt. Nun aber das Beste: da im Testergebnis die Werte des durchschnittlichen Mannes auch angegeben werden, kommt die Wahrheit ans Licht: Trotz den runden Formen bin ich ein Mann.

Hier erstmal die Ergebnisse, wo ich in Durchschnitt liege:

Extrovertiertheit:
Sie sind ähnlich extrovertiert wie die meisten Frauen. Wie Sie sind die meisten Frauen gesellig, genießen aber auch Zeit für sich selbst.


Und weil ich so gesellig bin, fahre ich alleine in den Urlaub.


Aufgeschlossenheit:

Sie sind abenteuerlustiger als die meisten Frauen. Die meisten Frauen bevorzugen ihnen bekannte Muster und Dinge. Dies ist ein Bereich, in dem sich Ihre Persönlichkeit deutlich vom Durchschnitt abhebt. Weil andere Menschen eher skeptisch gegenüber Neuerungen und Veränderungen sind, sieht man Sie als Entdecker und als jemanden, der frischen Wind ins Leben bringt.

Fokussiertheit:
Sie sind besser organisiert und zielstrebiger als die meisten Frauen.












Bisher war es ja ganz nett. Nun kommt der Mann in mir raus:


Denken vs. Fühlen:
Ihre Art, Entscheidungen zu treffen, weicht von der Art, wie die meisten Frauen Entscheidungen treffen, ab. Die meisten Frauen folgen eher ihrem Bauchgefühl oder Herzen, selbst wenn dies rational nicht immer nachvollziehbar ist. Für Sie ist es aber wichtig, dass sich Ihre Entscheidungen nicht nur richtig anfühlen, sonder dass sie auch logisch nachvollziehbar sind.

Emotionalität:
Sie reagiere weniger auf Ihre Stimmungen und Gefühle als die durchschnittliche Frau. Die meisten Männer und Frauen sind in ihren Reaktionen stärker von ihren Gefühlen beeinflusst, als sie es sind.


Selbst Männer haben mehr Emotionen als ich!



Harmoniebedürftigkeit:
Sie haben eine stärkere Durchsetungskraft als die meisten Frauen. Die meisten Frauen gehen recht vorsichtig mit den Gefühlen und Meinungen anderer um. Auch Sie sind behutsam, aber in geringerem Maße.

Mit anderen Worten: ich bin streitsüchtig. (Habe ich euch schon von der Grillparty erzählt, wo Lara Oliven mitgebracht hat und deshalb von mir ausgeladen wurde?!)

Beurteilen vs. Empfinden:
Die meisten Frauen und Männer fühlen sich am wohlsten in einer strukturierten, stabilen Umgebung und schließen lieber zuerst ein Projekt ab, bevor sie ein neues beginnen. In diesem Punkt unterscheiden sie sich etwas vom Durchschnitt. Ihnen gefällt die Spannung, die in verschiedenen offenen Möglichkeiten steckt.

Also für Teamarbeit bin ich nicht geschaffen.

Kognitive Wahrnehmung vs. Intuition
Sie haben eine andere Denkweise als die meisten Frauen. Die meisten Frauen interessieren sich eher für den Zusammenhang von Informationen als für die einzelne Information. Die Anziehungskraft, die Informationen auf sie ausüben, korreliert eher mit der Denkweise von Männern, die sich stärker auf Fakten aus dem Hier und Jetzt konzentrieren, als auf das, was spekulativ ist oder interpretiert werden kann.

Meine Werte korrelieren nicht. Sie übertreffen die Männer.

Eindeutig. Ich hätte ein Mann werden sollen. Eigentlich hatten die Ärtze meiner Mutter auch gesagt, dass ich ein Junge werde. Meine Eltern hatten schon den Jungennamen Alexi ausgesucht, als ich ta-ta ein Mädchen wurde. Völlig überrumpelt und Namenlos haben sie sich dann für den Namen meiner Großmutter entschieden.

Kommentar hinzufügen Kommentare (2)   

Über diesen Blog

  • Zurück zur Startseite
  • : Liebe Freunde, ein Blog für meinen Aufenthalt in Australien :) Viel Spass beim Durchstöbern der Bilder und beim Lesen australischer Kuriositäten!
  • : 9.03.2008

Newsmail

Newsletter abbonieren und immer informiert werden, wenn etwas Neues hochgeladen wurde!

Empfehlen

Klicken Sie hier, um diesen Blog weiterzuempfehlen.
 
Erstellen Sie einen Blog auf de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden